f/stop Komplize
Georg Brückmann: Bauhaus Dessau
23. Juni—14. Juli 2018

In den fotografischen Arbeiten der Serie Bauhaus Dessau des Künstlers Georg Brückmann erscheinen erneut dessen bereits typischen Kuben, die als Bildträger und fast schon als Leinwände funktionieren. In Projektionen des Vergangenen erschafft Brückmann Reinszenierungen, die Orte der Vergangenheit im Heute wieder zugänglich machen.

Die Kraft des Fotografischen, Zeit zu bannen und zu zeigen wird in Brückmanns Arbeitsweise zum Thema, ohne dabei die heute ungültige Mimesis dieser Technologie unreflektiert zu nutzen. Kühn zeigt Brückmann uns den Aspekt des Konstruierten im fotografischen Bildermachen und stärkt so die Möglichkeiten des Zeigens und Hinweisens in seinen Motiven.

Im Rahmen des 8. f/stop-Festivals für Fotografie präsentiert Georg Brückmann Räume und Orte des Bauhaus und der Meisterhäuser in Dessau, in denen Menschen und historische Gegenwarten gleichermaßen wieder auftauchen. Das Einfügen historischer Aufnahmen in gegenwärtige Settings ist eine eigene Art der Vergegenwärtigung von Geschichte, die sowohl Mahnung und als auch Staunen sein kann. Ganz gleich, ob hier die Abgeschlossenheit von Geschichte in Frage gestellt wird oder Kontinuität und Übergang verbildlicht werden, der Künstler macht klar, dass es sich hier um bestimmte Perspektiven handelt. Der Standpunkt bedingt die Möglichkeit des sinnvollen Sehens und Erkennens. In einer Zeit des Post-Faktischen Diskurses sind Brückmanns Arbeiten damit wichtiger Kommentar, ohne jedoch die Offenheit des Kunstwerkes aufs Spiel zu setzen. 
—Philipp Anders
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