Eamon O’Kane: Bauhaus Reloaded
29. Juni—27. Juli 2019

Der irische Künstler Eamon O’Kane, an dem auch ein Architekt verloren ging, findet seine Motive in den Ansichten von Häusern, die von Architekten wie Mies van der Rohe, Walter Gropius, Le Corbusier oder Philip Johnson entworfen wurden. Dabei gibt er sich nicht mit der bloßen Abbildung zufrieden, sondern baut die Häuser oft um. Er entwickelt seine eigenen Welten und führt sie in seinen Arbeiten vor. Er schaut auf und hinter Fassaden von Wohnhäusern, Ateliers oder Museen. Was sind die Versprechungen, die sie machen? Welche Erwartungen werden durch die äußere Gestaltung geweckt, wie wirkt »Natur« innerhalb dieser Inszenierungen?

Eamon O’Kane sampelt und scratcht die Häuser der Moderne sowie andere Motive aus kunstgeschichtlichen Kontexten nach Gutdünken. Er kombiniert Ungleiches aus verschiedenen Zeiten und verschiedenen Materialien und eröffnet somit ungewöhnliche, aktuelle Bedeutungswelten und Zusammenhänge. Es sind häufig Reflexionen der Kunst über die Kunst und die Mechanismen in der Kunstwelt. Trotz des intellektuellen Ansatzes kommt sein Werk unverkrampft, ja heiter daher. 

In seiner aktuellen Show »Bauhaus Reloaded« zeigt er neben Dessauer Bauhausgebäuden aktuelle Arbeiten mit Ausschnitten aus den Kostümen des Triadischen Balletts von Oskar Schlemmer. Zudem ist ein Interieurbild mit einem abstrahierten Teppich von Anni Albers zu sehen.

Eamon O’Kane [*1974] stammt aus einer irischen Künstlerfamilie. Bereits mit 29 Jahren wurde er Professor für Kunst an der University of the West of England [UWE] in Bristol, UK, erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, und seine Werke haben Eingang in renommierte Sammlungen gefunden. Im Vereinigten Königreich gilt als einer der richtungweisenden Protagonisten der »Nach-Saatchi-Generation«. Seit 2011 ist er Professor of Visual Art an der Academy of Art and Design in Bergen [Kunst- og designhøgskolen i Bergen, KHiB], Norwegen.
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