Verena Landau »places, parallel III«
Pöge-Haus, Leipzig
12.—27. Dezember 2015

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Verena Landau: Besuch 2015, Öl auf Leinwand, 55 x 75 cm
Verena Landau: Besuch 2015, Öl auf Leinwand, 55 x 75 cm


Pöge-Haus

Hedwigstraße 20
04315 Leipzig

Öffnungszeiten:
Do – So | 15 – 19 Uhr
nach Vereinbarung:
0175-664 14 78


2013 – 2015
In ihrem Werkzyklus »places, parallel« setzt sich Verena Landau mit Aspekten der Erinnerung und dem Umgang mit Gedenkorten auseinander. An Orten, die für Landau Parallelen aufweisen, in ihrer Wahlheimat Leipzig und in Italien, führt sie die Werkgruppe »Waiting for Stars« fort: Diese handelt von Personengruppen, die im öffentlichen Raum auf Flächen starren und etwas erwarten, das nicht einzutreten scheint. Ähnliche Situationen lassen sich auch an Erinnerungsorten beobachten, bezogen auf antike Sehenswürdigkeiten sowie auf Denkmäler verschiedenster historischer Epochen. Häufig wird an diesen Orten eine zunehmende Kommerzialisierung sichtbar. Bilder des touristischen Umgangs mit Gedenkorten, welche Landau sowohl auf Reisen begegnen, als auch in Filmen oder im Internet, verarbeitet sie in Fotomontagen, um sie anschließend in Malerei zu transformieren. Auf diesem Wege wird die Absurdität der Funktionalisierung der mit Bedeutung aufgeladenen Orte überhöht, utopische und dystopische Visionen werden entworfen – Parallelwelten. Oder werden sie bereits von der Wirklichkeit überholt?

Edition
Zur Ausstellung »places, parallel II« in der fifttyfifty Galerie in Düsseldorf erschien eine neue Edition von Verena Landau. Die zwischen Malerei und Fotografie changierende Fotomontage fasst die Themen des Projekts »places, parallel« auf besondere Weise zusammen. Die limitierte, handsignierte Edition entstand für fiftyfifty und ist sowohl über die Galerie als auch bei Verena Landau erhältlich.

Monografie
Die 2013 erschienene Monografie der Malerei Verena Landau bietet einen Überblick über das Werk von Verena Landau: von den frühen gemalten Filmstills in der Auseinandersetzung mit Pasolini (1999–2001) über die kritische Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Kunst, ihrer Funktionalisierung im wirtschaftlichen Kontext sowie Orten ihrer Präsentation (2001–2005) bis zu einer Fokussierung auf Transitorte des öffentlichen Lebens und ihre Protagonisten: Passierende, Passagiere, Wartende, Einzelpersonen und Gruppen (2005–2013). Dabei wird dem Zusammenspiel von Werk und Ausstellungssituation bzw. dem Verhältnis von dargestellten Figuren zum sie umgebenden Raum in besonderer Weise Rechnung getragen. Ein einführender Text von Wolfgang Ullrich sowie Kurztexte zu den Werkgruppen runden den dicht bebilderten Band ab.

Kurzvita
Verena Landau, geboren 1965 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Leipzig.
1994-99 Studium der Malerei/Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig,
bei Prof. Arno Rink und Neo Rauch. 2003 Stipendium der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Seit 2008 Künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig.

Ausstellungen u.a.: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig; Grassi Museum Leipzig; Kunsthalle der
Sparkasse Leipzig; Deutsches Historisches Museum Berlin; Atelier Frankfurt, Frankfurt am Main; Museum
Krolikarnia-Palais, Warschau (Polen); Muzeul de Artă, Timisoara (Rumänien); School of Visual Arts, NYC

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