Klara Meinhardt in »Kind of Copy—Cyanotypie«
Museum für Fotokopie /MFF, Mühlheim an der Ruhr
22. August—13. Oktober 2019

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Klara Meinhardt: aus der Reihe Fries, 2016, Cyanotypie auf Papier, 45 x 33 cm
Klara Meinhardt: aus der Reihe Fries, 2016, Cyanotypie auf Papier, 45 x 33 cm

Tom Carpenter [Rochester/US],
Sara Förster [Bremen],
Gabriele [Mülheim],
Sandra Krause Goméz [Berlin],
Ute Lindner [Berlin]
Klara Meinhardt [Leipzig]

Kind of Copy—Cyanotypie
Kopieren fand lange Zeit nicht durch einen einfachen Knopfdruck statt: Eine Kopie, die Wiedergabe von etwas schon Vorhandenem, lässt sich auf sehr unterschiedliche Arten erzeugen. Es gab und gibt nicht nur eine Kopiertechnik, sondern eine Vielzahl davon. Um diese verschiedenartigen Kopierverfahren erneut ins Bewusstsein zu holen, dort zu platzieren und zu verankern, auch im Bezug auf die Entwicklung der Fotokopie, setzt sich die neue Ausstellungsreihe »Kind of Copy« des Museums für Fotokopie mit dem weit gefassten Begriff des Kopierens auseinander.

Die zweite Ausstellung der Reihe »Kind of Copy« widmet sich der »Cyanotypie« – dem ersten, in großem Maßstab eingesetzten, fotografischen Lichtpaus-Verfahren, hierzulande auch bekannt als Blaupause. Die Cyanotypie war nach Daguerreotypie und Kalotypie das dritte fotografische Verfahren und nutzt die Lichtempfindlichkeit von Eisensalzen. Erfunden hat es 1842 der Astronom John Herschel. Bei der Belichtung [meist im Kontakt mit einer transparenten Vorlage] bewirkt die im Tageslicht enthaltene UV-Strahlung eine Veränderung der lichtempfindlichen Substanz, diese wird unlöslich und durch Entwickeln in Wasser zu Berliner Blau, einem sehr lichtbeständigen tiefblauen Farbstoff. In den Schattenpartien der Vorlage löst sich die Schicht im Wasser auf, so entsteht ein negatives Abbild. Die Cyanotypie gilt als fotografisches Edeldruckverfahren. Sie ist seit vielen Jahrzehnten und noch heute bei Künstlern* beliebt, weil sie zum einen recht preiswert und vielseitig ist, zum anderen keine chemischen Entwickler oder eine Dunkelkammer braucht und nicht zuletzt, weil die Cyanotypien lichtbeständig sind, was für den Verkauf wichtig ist.

Im Rahmen der Ausstellung werden wir uns internationalen Künstlern* annähern, die sich dieses und verwandte Lichtpaus-Verfahren auf unterschiedliche Weisen angeeignet haben und diese für ihre künstlerischen Prozesse nutzen und weiter denken.


Makroscope e.V.
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45468 Mülheim an der Ruhr
Museum für Fotokopie /MFF

 

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