Alexander König und Fabian Lehnert in »Disegno.«
Kaspar-Hauser-Festspiele 2014, Stadt Ansbach
29. Juni—7. September 2014

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Alexander König: DDLS I, 2014, Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
Alexander König: DDLS I, 2014, Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
DISEGNO. Zeichnung—Medium der Erkenntnis
Eine Ausstellung der Stadt Ansbach im Rahmen
der Kaspar-Hauser-Festspiele 2014
Kunsthaus Reitbahn 3, LOFT und Stadthaus

Eröffnung:
Montag, 28. Juli, 19:00 Reitbahn 3 und 19:45 im LOFT

Fides Becker [Berlin], Christian Buchloh [Berlin],
Davide Cantoni [New York], Yvonne Degrell [Nürnberg],
Rolf Fütterer [Ansbach], Barbara Graber [Schwabach],
Hermelinde Hergenhahn [Amsterdam],
Georg Kleber [Rehling], Hannah Köhnlein [Ansbach],
Gudrún Kristjánsdóttir [Reykjavik], Pia Linz [Berlin],
Alexander König [Berlin],  Fabian Lehnert [Leipzig], 
Aja von Loeper [Nürnberg], Tobias Regensburger [Kiel],
Ines Scheppach [Stuttgart], Matthias Schwab [Ansbach],
Peter Senoner [Klausen], Monika Tress [Ansbach],
Thomas Thiede [München]
Kurator: Dr. Christian Schoen
     
Die klassische Zeichnung ist das intimste bildnerische Ausdrucksmittel. Es kann unmittelbarer Ausdruck eines Gemütszustandes, Mittel der subjektiven Beobachtung oder wissenschaftliches Analyseinstrument sein. Ob spontan hingeworfen oder aufwendig konstruiert, die Zeichnung gibt den Gedanken Form.

Der italienische Begriff »Disegno« [Zeichnung] meint nicht allein das Resultat der Fixierung eines Gegenstandes mit grafischen Mitteln, sondern vielmehr die jeder künstlerischen Niederschrift voraus- oder zumindest mit ihr einhergehende geistige Leistung. Aus der klassischen Kunst kommend, bezieht er sich auf die konzeptuelle Arbeit des Künstlers, dem Verhältnis zur Realität zu begegnen.

Die Ausstellung findet im Rahmen der 9. Kaspar-Hauser-Festspiele statt, ohne dass es einen motivischen Bezug zu der berühmten, tragischen Person zu geben scheint. Dennoch ist die Auseinandersetzung Hausers, mit der für ihn neuen Welt und ihren vielfältigen Erscheinungen und für ihn unverständlichen Gesetzmäßigkeiten der Ausgangspunkt zu der Auseinandersetzung mit dem Medium Zeichnung. Wenn Hauser glaubt der Schnee hätte ihn gebissen, als er erstmals den Winter im Freien erlebt oder wenn er sich fragt, warum der vom Baum gefallene Apfel nicht wieder nach oben fliegt, so sind das Zeugnisse von seiner noch nicht von Erfahrungen geprägten Sicht auf die Welt.

Die Interpretation unserer Wirklichkeit, die Aneignung von Welt durch das unmittelbare Medium Zeichnung ist das Thema dieser institutionenübergreifenden Ausstellung zu der zwanzig Künstler aus Nah und Fern gezielt eingeladen wurden. Die Ausstellung fordert vom Betrachter das genaue Schauen, das Lesen der Linien, das empathische Sehen, das dechiffrieren der Schraffuren, damit sich die subjektive Sicht des Künstlers auf die Welt offenbart.

Kunsthaus Reitbahn 3
, Reitbahn 3, 91552 Ansbach
Öffnungszeiten: 29. Juli bis 3. August, täglich 11–19 Uhr
5. bis 17. August: Dienstag bis Freitag, 11–13 und 15–18 Uhr
Samstag 10–13 Uhr /Sonntag/Feiertag 14–16 Uhr

LOFT
, Maximilianstraße 29, 91552 Ansbach
Öffnungszeiten: 29. Juli bis 1. August 11–14 Uhr /2. und 3. August 16–19 Uhr
Weitere Sonderöffnungszeiten:
Sonntag, 10. August, 16–18 Uhr
Sonntag, 31. August, 16–18 Uhr
Sonntag, 7. September, 16–18 Uhr

Stadthaus
, Gotische Halle, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 91522 Ansbach
Öffnungszeiten: 29. Juli bis 17. August, Montag bis Freitag 9–17 Uhr, Samstag 10–14 Uhr
und nach Vereinbarung in der Regel zu den Bürozeiten, werktags 9–16 Uhr
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