Thomas Steinert »... tiefer als der Tag gedacht«
6. Juni—5. Juli 2014

Der älteste erhaltene Teil des Friedhofs von Turin
Im Herbst 1888 war Friedrich Nietzsche mindestens zwei Mal auf diesen Friedhof, und nahm an Begräbnissen von 
bedeutenden, aber ihn persönlich unbekannten Menschen teil.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Im einem Turiner Kaffeehaus
Anfang Dezember 1888 verlor Nietzsche mehr und mehr die Selbstkontrolle und Wahnvorstellungen bestimmten 
sein Handeln. Es gab aber noch Momente, in denen ihm sein rasch fortschreitender Verfall zu Bewusstsein kam.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Der Bahnhof Jena-Paradies
Nachdem seine Mutter am 14. Januar 1889 in Basel angekommen war, reiste sie am Abend des 17. Januar mit 
ihrem Sohn und zwei Wärtern nach Jena ab. Die Bahnfahrt – der Patient wurde durch Schlafmittel ruhig gestellt – 
endete am Abend des 18. Januar in Jena-Paradies, von wo es nicht mehr weit zur 1879 eröffneten – außerhalb 
der Stadt am Philosophenweg gelegenen – Irrenanstalt war.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Eine Badewanne aus der Erstausstattung der Irrenanstalt Jena
Sie blieb als Wasserreservoir im Garten der Hausmeisterwohnung bis in die 1990er Jahre erhalten. 
Die Behandlung Nietzsches erfolgte durch Ruhigstellung mittels Chloral. Die Krankenakte vermerkt 
immer wieder, dass der Patient selbst stark beschmutzte.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Krankenakten im Archiv der Irrenanstalt Jena
So oft als möglich, kam die Nietzsches Mutter zu Krankenbesuchen, und berichtete darüber an seinen alten 
Freund Franz Overbeck nach Basel. Am 13. 5. 1890 nahm sie bei einem Besuch in Jena ihren Sohn kurzerhand 
mit sich in ihr Haus nach Naumburg, wo sie ihn mit Hilfe des Dienstmädchens umsorgte.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Auf dem Platz vor dem Schützenhaus in Naumburg
Obwohl heute ein Parkplatz, finden hier ab und an – wie vor über 120 Jahren –  
noch immer große Festlichkeiten statt.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Musikpavillon im Bürgergarten von Naumburg
Bis 1893 unternahm Franziska Nietzsche mit ihrem kranken Sohn fast täglich Spaziergänge in den nahen Stadt-
park. Einmal aber, als es schon dämmerte und Nietzsche die Haustür unverschlossen fand, machte er sich allein 
davon. Nach einer hektischen Suchaktion fand man ihn in der Nähe auf der Straße einer Hausmusik zuhörend.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Auf dem Vorgelände der Rudelsburg bei Bad Kösen am Männertag 1991
Hier wurden von Corpsstudenten nach der Reichsgründung zur Verherrlichung des Nationalstaates zahlreiche 
Denkmäler errichtet. Das abgebildete Denkmal entstand 1872 für die im Deutsch-Französischen Krieg 145 
gefallenen Corpsstudenten.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Die Saale an der ehemaligen Flußbadeanstalt Grochlitz
Im Sommer 1858 hatte hier der dreizehnjährige Friedrich Nietzsche das Schwimmen erlernt.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Haus Weingarten 18 in Naumburg und der Turm der Wenzelskirche hinter der Stadtmauer
Weil sein Verhalten in der Öffentlichkeit kaum noch zu kontrollieren war fanden die letzten Spaziergänge im 
Sommer 1893 außerhalb der Stadt nach einer Kutschfahrt im Wald statt. Lähmungen und Krämpfe nahmen zu 
und 1895 war er ganz bettlägerig geworden. In den Kirchturm schlug 1891 der Blitz ein, doch der Brand 
konnte gelöscht werden.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Speise– und Festsaal im Gesellschaftshaus des Wittekind–Bades in Halle a.d. Saale, 1994
Dort hielt sich Nietzsche vom 30. Juni bis 2. August 1868 zur Kur auf, um die Folgen eines Reitunfalls, den er bei 
seiner Ausbildung zum Kanonier erlitten hatte, auszukurieren.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Antike Ruinen an der Küste bei Sorrent
Wie für alle deutschen Romantiker des 19. Jahrhunderts war auch für Nietzsche, bei ihm aber von Kindheit an, 
Italien das Traumziel schlechthin. Erst mit 32 Jahren konnte er sich erstmals für längere Zeit dort aufhalten.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Eine Brücke über den Rio die Mendicanti in Venedig
Bei seinen Venedig-Aufenthalten im Frühjahr 1880, -84 und -86 wohnte Nietzsche an jenem Kanal 
und ging täglich über diese Brücke.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Bungeejumping im Tal von Lauterbrunnen 1996
Friedrich Nietzsche war ab 1876 mehrmals im Tal von Lauterbrunnen in der Schweiz.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cmDer Friedhof von Nizza
Er befindet sich am Aufgang zum Park auf dem Schloßberg, eine Spaziergangs-Ziel Nietzsches während seiner 
Winteraufenthalte in Nizza. Auf diesem Friedhof sind die 640 Einwohner und Gäste Nizzas begraben, welche beim 
Erdbeben in der Nacht zum 23. Februar 1887 umkamen. Nietzsche war während des Erdbebens in Nizza.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Ein Oktobernachmittag in den Giardini Pubblici von Venedig
Dieser Park wurde auf Befehl Napoleons 1807 angelegt. Er war Ziel zahlreicher Spaziergänge Nietzsches, ob 
nun allein oder mit seinem Schüler Heinrich Köselitz. So auch bei seinem fünften und letzten Aufenthalt im 
vom 21. September bis 21. Oktober 1887. In diesen Gärten findet seit 1895 die Biennale di Venezia statt.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
Im Schulgarten von Pforta zur 450-Jahrfeier 1993
Zur Ausgestaltung dieses Festes reiste auf eigene Kosten, aber von der Schulleitung ignoriert, ein ehemaliger 
Schüler mit der von ihm geleiteten Röhnradgruppe an. Zu seiner Zeit war Schulpforta eine Nationalpolitische 
Erziehungsanstalt gewesen.
Thomas Steinert, 1990/99, Piezo-Pigmet-Print, 40 x 40 cm
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