Georg Brückmann

Margarethe Stonborough Wittgenstein beauftragte 1925 den Architekten Paul Engelmann eine repräsentativen Stadtvilla in Wien zu bauen. Ab 1926 trat ihr Bruder, der Philosop Ludwig Wittgenstein, in den Entwurfsprozess mit ein und übernahm den Großteil der Planung.

Nach fast vier Jahren Bauzeit wurde das Haus Wittgenstein in der Kundmanngasse 19 Ende 1928 von Margarethe und ihrer Familie sowie zahlreichen Bediensteten bezogen. Zu ihren Gästen zählte praktisch die gesamte damalige Wiener Kulturgesellschaft. Mit Ausnahme eines 7jährigen Exils in den USA lebte Margarethe bis zu ihrem Tod 1958 im Haus Wittgenstein. Ludwig Wittgenstein plante das Haus zeitlich zwischen seinen beiden philosophischen Hauptwerken deren Theorien sich unverkennbar in der Architektur widerspiegeln.

Das Haus Wittgenstein ist in diesem Sinne hausgewordene Philosophie.
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